Schokolade in Buchform
Autorin Evelyn Kühne
ROMANE, DIE BERÜHREN UND ENTFÜHREN
Nichts kann uns schneller aus dem Alltag entführen, wie ein fesselndes Buch.

Schokolade in Buchform – so lassen sich am besten die Romane von Evelyn Kühne beschreiben. Sie verzaubern, berühren und entführen für eine Buchlänge, ohne dass dabei ein Gramm mehr auf den Hüften landet. Und so rauschen in ihren Ostseeromanen die Wellen, man spürt das Salz auf der Haut und hat das Gefühl am Meer zu sein. Kein Wunder, das ihre Bücher regelmäßig auf den vordersten Plätzen der Bestsellerlisten landen. Weckt sie damit doch Sehnsuchtsgefühle und stillt ihre eigenen. Denn Evelyn Kühne lebt nicht am Meer, sondern in der Nähe von Dresden.

Evelyn Kühne
/ Autorin

Der neue Mystery-Thriller!
Schweigethal
Am nächsten Morgen fand Ella die erste Feder. Sie lag wie zufällig vor ihrem Bett, erweckte den Anschein, als würde sie aus ihrem Kissen stammen. Doch kurze Zeit später entdeckte sie eine zweite Feder mitten im oberen Flur. Nachdenklich schaute Ella die Feder an und legte sie auf die Kommode neben ihre Blumenvase. Erst unter der Dusche wurde ihr bewusst, dass sie ein daunenfreies, ergonomisches Kissen hatte, genau wie ihr Mann und die Kinder, und dass die Federn daher nicht stammen konnten.
Aber im morgendlichen Trubel vergaß sie die beiden zarten Gebilde in ihrem Haus. Zunächst musste Ella Kindergartenbrote schmieren, Cornflakes in Schüsseln geben und ihren Jüngsten trösten, der letzte Nacht einen schlechten Traum gehabt hatte. Ella brachte Leo und Max in den Kindergarten, machte einige Besorgungen und wollte sich daheim wieder zum Schreiben an ihren Computer setzen, als sie die nächste Feder fand. Sie lag auf ihrem Schreibtisch. Genauer gesagt, auf der silbern schimmernden Oberseite ihres Laptops. Hatten die Federn vor ihrem Bett oder im Flur noch gewirkt, als hätte ein Hauch sie dorthin geweht, so erschien Ella diese hier wie ein Fremdkörper.
Sie legte das zarte Gebilde auf ihre Hand und betrachtete es. Wenn sie ehrlich war, kannte sie sich mit Federn nicht so gut aus. Eine wirkte, mal abgesehen von Farbe und Größe, wie die andere. Und diese hier war vollkommen normal. Genau wie die Federn, die sich in Kindertagen aus dem Inneren ihres Kopfkissens wie von Zauberhand nach draußen gearbeitet hatten. Oder die Federn, die man manchmal beim Spazierengehen fand. Aber es blieb die Frage, wo eine Feder herkommen sollte. In einem Haus, in dem es einfach keine Kissen mit Federfüllung gab. Und wie eine fast schon unwirklich in Szene gesetzt auf ihrem Laptop liegen konnte.
Grübelnd schaute Ella sich um. Schließlich blieb ihr Blick an der schmalen Tür zur Abstellkammer hängen. Sie starrte sie einige Atemzüge lang an, stand auf und lauschte daran. Stille. Behutsam drehte sie den Schlüssel im Schloss und öffnete die Tür mit angehaltenem Atem. Der Raum war leer, mal abgesehen von den Kartons und der alten Holztruhe in der Ecke. Ella trat näher, öffnete den quietschenden Deckel und warf einen Blick hinein – nichts. Behutsam schloss sie die Tür wieder und begab sich auf die Suche im ganzen Haus. Sie suchte nach weiteren Federn, aber auch nach deren Ursprung. Ella klopfte alle Kissen ab, streifte sogar die Bezüge herunter. Sie waren alle mit Schaumstoff oder anderen Materialien gefüllt.
Meißen Krimi Teil 6
Die Seherin vom Afraberg
„Manchmal geschehen Dinge in deinem Leben, mit denen du dich nicht abfinden kannst. Egal, wie viele Jahre vergehen. Egal, wie viel Wasser die Elbe hinabströmt.“
Ein Ehepaar liegt erschossen in seinem Wohnmobil am Elbufer. Der Mord wirkt wie eine Hinrichtung. Doch warum sind Astrid und Lutz Körner überhaupt nach Meißen zurückgekehrt? In die Stadt, die ihnen vor vielen Jahren ihren Sohn Sebastian nahm, der auf rätselhafte Weise verschwand? Hatte Astrid Körner doch damals geschworen, nie wieder einen Fuß nach Meißen zu setzen. Hoffte sie, nach all der Zeit endlich die Wahrheit über Sebastians Verbleib zu erfahren? Oder wusste sie längst mehr und wollte sich rächen? Und welche Rolle spielt die geheimnisvolle Wahrsagerin vom Afraberg?
Schnell wird klar, dass Winter und Stier tief in die Vergangenheit eintauchen müssen, um diesen Doppelmord aufklären zu können. Nur wenn sie herausfinden, was einst geschah, können sie vielleicht weitere Morde im Hier und Jetzt verhindern.
Der sechste Fall für Winter und Stier rund um das beschauliche Städtchen Meißen an der Elbe.

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Autorin und Mutmacherin
Evelyn Kühne
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